Die Grenzen der DDR

Geschichte, Fakten, Hintergründe

Klaus-Dieter Baumgarten, Peter Freitag, 448 Seiten, geb., edition ost, ISBN 978-3-360-01064-3, 16,90 €

Cover

Die Grenzen der DDR

editon ost

Pressekonferenz

Video: © Ralf Gründer, 12.08.2004 | YOUTUBE |

Video: © Ralf Gründer, 12.08.2004 | YOUTUBE |

Klappentext

Die Staatsgrenze West der DDR war weit mehr als eine innerdeutsche Grenze, sie war Trennlinie von NATO und Warschauer Pakt. Hier stießen die beiden Militärbündnisse im Kalten Krieg aufeinander. Die Gefahr, daß aus der Blockkonfrontation ein Konflikt, im schlimmsten Falle ein Dritter Weltkrieg entstehen konnte, war hier am größten. Das erklärt, weshalb die Führungsmächte und ihre Verbündeten selbst entschieden, was an dieser Linie passierte. »Von unserer, von sowjetischer Seite, wurde immer aktiv und wirksam Einfluß auf alle Grenzsicherungsmaßnahmen genommen, der pioniermäßige Ausbau der Staatsgrenze eingeschlossen«, erklärten 1996 Sowjetmarschall Kulikow und Armeegeneral Gribkow. Die DDR »war auf allen Gebieten souverän - aber nach unserer Einschätzung nicht auf militärpolitischem und militärischem Gebiet«.
Der langjährige Chef der DDR-Grenztruppen, Generalleutnant a. D. Klaus-Dieter Baumgarten, äußert sich erstmals mit einer Reihe führender Militärs, Historiker und Juristen zu diesem Thema. Sie kennen die Grenze und alle Vorgäunge nicht aus den Akten, sondern aus dem eigenen Leben. Sie haben die erforderliche Kompetenz und Insiderwissen, um sich qualifiziert zum Thema zu äußern. Wer auf diesem Gebiet arbeitet, wird künftig ihre Darstellungen berücksichtigen müssen.
Eine Zeittafel, die alle zwischen 1945 und 1990 relevanten politischen Entscheidungen und Ereignisse aufführt, sowie eine übersichtliche Aufschlüsselung der Strukturen und Gliederung der Grenzpolizei / Grenztruppen machen das Buch zu einem hilfreichen Nachschlagewerk.

LESEPROBE

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Die Autoren ...

Klaus-Dieter Baumgarten

Klaus-Dieter Baugarten, Foto: © Ralf Gründer, 12.08.2004.
Baumgarten, geb.: 1931, gest.: 2008. war Grenzsoldat der DDR. 1949 trat er in die Grenzpolizei ein und schied 1990 als Generaloberst aus dem Dienst aus. Von 1979 bis zu seinem Ausscheidennaus dem aktiven Dienst war Baumgarten Stellvertreter des Verteidigungsministers und Chef der Grenztruppen der DDR. Seit 1993 ermittelte die Staatsanwaltschaft des Landes Berlin gegen Baumgarten und andere Generale der Grenztruppen. „Am 10.09.1996 wurde Klaus-Dieter Baumgarten wegen elffachen Totschlags und fünffachen versuchten Totschlags, begangen an DDR-Flüchtlingen, zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb 6½ Jahren verurteilt.”
Quelle: Wikipedia

Peter Freitag

Peter Freitag, Foto: © Ralf Gründer, 12.08.2004.
Oberst a. D. Peter Freitag, geb. 1934 in Stettin, war Leiter eines Lehrstuhls an der Militärakademie »Friedrich Engels« in Dresden. Von 1952 bis 1990 diente Dr. sc. mil. Freitag in den Grenztruppen der DDR.
Pressekonferenz und Buchvorstellung im Speicher in Friedrichshain am 12.08.2004.

Rezension: PDF


V. G. Kulikow

„Die DDR war ein souveräner Staat, Mitglied der UNO und von 138 Staaten diplomatisch anerkannt. Sie war auf allen Gebieten souverän (…)”2. Aber die Souveränität war eingeschränkt! Die Einschränkung bezog sich auf die militärische Führung, die vollständig in der Hand der Sowjetunion lag.

Baumgarten, Freitag (Hg.): Die Grenzen der DDR, Seite 11.