Chronik des Mauerfalls
Die dramatischen Ereignisse um den 9. November 1989
Reihe: Politik/Zeitgeschichte, 360 Seiten, Broschur, Abbildungen s/w: 55, Format: 12.5 x 20.5 cm, ISBN 978-3-86153-541-6, 16.90 EUR
Cover
Der Fall der Mauer war von den DDR-Funktionären weder beabsichtigt noch vorhergesehen worden.
Aus unkoordinierten Einzelaktionen entwickelte sich unter dem Druck der Massen eine Situation,
die ihre eigene Dynamik bekam und schließlich zu vollendeten Tatsachen führte.
Den Verantwortlichen wurde erst am nächsten Tag bewußt, was eigentlich geschehen war.
Sie versuchten nun, die Kontrolle über die Grenze zurückzugewinnen und trafen Vorbereitungen
für eine militärische Aktion – doch dafür war es schon zu spät.
Wer aber hatte jene ominöse »Reiseregelung« erarbeitet
und warum wurde sie von Schabowski vorzeitig bekanntgegeben?
Welche Rolle spielte die Staatssicherheit dabei? Was wußten die sowjetischen Militärs davon?
Hans-Hermann Hertle
Foto:Ralf Gründer, 04.09.2008
Hans-Hermann Hertle, geb. am 29. Juni 1955 in Eisern, ist Historiker,
Politikwissenschaftler und Publizist.
Aus seiner Dissertation ging das Buch „Der Fall der Mauer” hervor.
Die weiteren Auflagen erschienen unter dem Titel
Chronik des Mauerfalls.
Seit 1999 ist Hertle wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung
(ZZF) in Potsdam.
Sechs Jahre lang hat Hans-Joachim Hertle daran gearbeitet, die genauen Umstände
der Maueröffnung minutiös zu rekonstruieren. Er analysierte die entsprechenden Unterlagen in den Archiven,
sichtete die Veröffentlichungen der Medien und befragte nahezu 100 Zeitzeugen,
darunter die Entscheidungsträger jener historischen Nacht.
Hertles Buch wurde zu einem Standardwerk und liegt nun in 11., erweiterter Auflage vor.
STASI-Methoden
Foto: © Ralf Gründer, November 1989
Harlequins Mechanismen: SED-FÜHRUNGSANSPRUCH, STASI-METHOFDEN, IDEALOGISCHE VERBLÖDUNG, MEDIENTERROR, VERBLENDUNG, BÜROKRATENMIEF, SCHEINDEMOKRATIE LANDESARREST, GEWISSENSUNTERDRÜCKUNG.
Westward looking women
Foto: © Ralf Gründer, November 1989
Während des Mauerfalls entstand im Bereich des Brandenburger Tors das Mauerbild mit den aus der Mauer heraus nach Westen schauenden Frauen, gleichsam als Hoffnung, dass im Westen das positive Bild der Vergangenheit noch intakt ist!