13.8.1961: Mauerbau

Fluchtbewegung und Machtsicherung

Mit einem Vorwort von Marianne Bithler

Bernd Eisenfeld, Roger Engelmann · Unter Mitarbeit von Doris Hubert, Regina Teske und Gudrun Weber, 120 Seiten, Edition Temmen, ISBN 3-86108-790-1

Cover

13. August 1961: Mauerbau

Edition Temmen

DDR-Propaganda gegen ...

Grenzgänger

Grenzgänger

Signatur: IhH-17-13081961-s22-1 , Quelle: Berliner-Mauer.de; in 13.8.1961: Mauerbau, S. 39, dort in s/w reproduziert.

Klappentext

Am 13. August 1961 riegelten Polizei- und Militäreinheiten der DDR sowie SED-Betriebe die Westsektoren Berlins mit Straßensperren und Stacheldraht ab. Der S- und U-Bahnverkehr zwischen West- und Ostberlin wurde eingestellt. Damit war der Flüchtlingsstrom in den Westen, der in den vergangenen Monaten für den SED-Staat existenzbedrohende Ausmaße angenommen hatte, gestoppt. Der Bau der Berliner Mauer, der wenige Tage später begann, bedeutete für viele Deutsche, insbesondere für die Berliner, einen traumatischen Einschnitt. Die Möglichkeit für Ostdeutsche, sich der DDR durch Flucht zu entziehen, bestand so gut wie nicht mehr, Familien und Freundschaften wurden getrennt, und nicht zuletzt schwanden die letzten Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung in überschaubaren Fristen. Empörung und Resignation machten sich breit, im Osten übertönt vom Propagandagetöse des Regimes, das den gerade vollzogenen politischen Offenbarungseid in einen Triumph umzumünzen versuchte.

Kampfgruppen der DDR: Arbeiter und Bauern in Uniform

dfhg

Die SED steckte die Bevölkerung ihres »Arbeiter und Bauernstaates« in Uniform, und anstelle von Werkzeugen für den Wohnungsbau, die Ernte oder den Berbau, gab sie ihnen Waffen zur Sicherung der Diktatur. Signatur: IhH-17-13081961-s38-1 , Quelle: Berliner-Mauer.de.

Stasi-Akten

BStU-ZA-Ddl-Dok-3499

Signatur: BStU-ZA-Ddl-Dok-3499, Erich Mielkes Be­fehl zur Aus­rich­tung des MfS auf die Be­käm­pfung der »Re­pu­blik­fluch­t«, da­tiert: 4.5.1960; S. 30.

BStU-ZA-Bdl-Dok-3493

Signatur: BStU-ZA-Bdl-Dok-3493, Erich Mielke be­rich­tet in ei­ner „Ver­trau­lich­en Ver­schluß­sache” mit dem Be­treff: „Po­li­tisch-o­pe­ra­ti­ve Maß­na­hm­en und Er­fahr­un­gen zur Ein­schrän­kung und Ver­hin­de­rung von Re­pu­blik­fluch­ten in Aus­füh­rung der An­wei­sung Nr. 1/60 vom 4.5.1960” ü­ber den Stand der Flucht­be­käm­pfung; S. 31.


Marianne Birthler

Grün­de zu flie­hen gab es vie­le: Die SED hat­te die ost­deut­sche Be­völ­ke­rung zum Ver­suchs­ob­jekt ihrer ge­sell­schaft­lich­en Um­ge­stal­tungs­plä­ne ge­macht, ohne hier­für je­mals die Zu­stim­mung ei­ner Mehr­heit ge­habt zu ha­ben.

13.8.1961: Mau­er­bau, Vor­wort